Warum ich Erziehung für gemein halte

Jetzt dreht sie durch…

…keineswegs.

Die Überschrift mein ich ernst.

Ich erziehe nicht. Nicht mehr.

Und ehrlich: Ich frage mich, wie ich jemals denken konnte, Kinder müssten erzogen werden. So wie es für mich damals irrational war, Kinder nicht zu erziehen, so ist es für mich heute vollkommen abwegig Kinder zu erziehen.

Meine Kinder werden nicht dazu erzogen, Bitte und Danke zu sagen, sie werden nicht zu Höflichkeit erzogen, nicht zu Respekt erzogen, ich wende keine Strafen an (vollkommen egal, wie sie sich verhalten), ich diktiere nicht, was sie anzuziehen haben, ich schreibe nicht vor, wann sie zu Bett zu gehen haben, ich zwinge sie nicht dazu ihre Jacke aufzuhängen, nicht dazu ihr Zimmer aufzuräumen. Nichts dergleichen.

Ich glaube, dass das für jemanden, der davon überzeugt ist, dass es notwendig ist, Kinder zu erziehen, provokant, herausfordernd klingt. Ich erlebe, wie oft das gleichgesetzt wird mit der Idee davon, dass Kinder genau dann Tyrannenkinder sind, wenn sie nicht diszipliniert werden. Ich lese und höre, dass Kinder die nicht tun, was ihre Eltern sagen, frech, dreist und ungezogen sind. Ich hatte lange Zeit selbst die Vorstellung: Kinder, die sich nie an Regeln halten, mit ihrem Verhalten herausfordern, deren Eltern setzen sich nicht konsequent durch. Traurig, sehr traurig, so weit verbreitet und so fundamental falsch in meinen Augen.

Ich glaube, wenn jemand meine Kinder und mich im Alltag beobachtet, dann wirke ich oft wie jemand, der seine Kinder freundlich erzieht. Und manchmal wirke ich sicher auch wie eine unfreundliche, wütende, streng erziehende Mutter (und dann hoffe ich darauf, dass ich freundlich darauf hingewiesen werde, dass das hier gerade gegen meine Werte geht und ich eigentlich anders leben möchte)

Aber das was ich lebe, ist mehr. Ich distanziere mich voll und ganz von Erziehung. Es kann passieren, dass ich in gemeine, erzieherische, lang bekannte Verhaltensmuster zurück verfalle. Ich befinde mich in einem Prozess, der wohl mein ganzes Leben lang anhalten wird.

Aber ich lebe in mir eine andere Haltung. Durch und durch. Ich verhalte mich nicht einfach ein bisschen netter. Mein Warum ist ein anderes. Meine Haltung macht mich als Menschen aus.  Und die bleibt. Die ändert sich nicht.

Und um das konkreter greifbar zu machen, möchte ich ganz von vorn anfangen…

 

Was bedeutet „Erziehung“ für mich

Um etwas für gemein zu halten und darüber in Austausch kommen zu können, glaube ich, dass ich erst einmal eine ungefähr ähnliche Vorstellung darüber brauche, wovon mein Gegenüber und ich sprechen. Deshalb möchte ich kurz definieren, was ich unter Erziehung verstehe. Ich glaube egal, über welchen Erziehungsstil ich spreche, alle haben gemein, dass „Erziehung […] eine planmäßige (absichtliche) und zielgerichtete Tätigkeit zur Formung meist junger Menschen [ist]“  (Krätzä)

Erziehung hat für mich damit

A) immer eine Intention und

B) setzt einen zu Erziehenden (meist das Kind) und einen Erziehenden voraus

Es gibt bei Erziehung immer eine Hierarchie, ein Oben und ein Unten.

„Erziehung bedeutet, dass Erwachsene ihre Vorstellung darüber, wie ein Kind sein soll – wenn nötig auch gegen ihren Willen – durchsetzen.“ (Krätzä)

Ziel ist, dass das Kind in einem festgelegten Zeitraum eine bestimmte Verhaltensweise zeigt, das WARUM das Kind dieses Verhalten zeigt, ist dabei irrelevant.

Der Erziehende möchte

  • Verhaltensweisen, die er beim Kind negativ wertet, durch Erziehung unterdrücken oder verhindern
  • Verhaltensweisen, die er „positiv“ wertet, verstärken und fördern

 

 

Eigenschaften von Erziehung 

Erziehung ist manipulativ. Der Erziehende geht davon aus, dass Kinder formbares Material ist, dass zu etwas gemacht werden soll. Damit werden Kinder verobjektiviert. So wie das Kind ist, ist es unvollständig. Es hat keine Vorstellung von dem, was es braucht bzw. nicht braucht (hinsichtlich seiner Bedürfnisse). Erziehung ist undemokratisch.

„Der Anspruch, andere Menschen zu verbessern, zu ändern, kann durch keinen Trick der Welt mit den Ideen von Toleranz, Respekt, Vertrauen in Übereinstimmung gebracht werden.“ (Krätzä)

Einen Menschen durch unterschiedliche Methoden (idR inzwischen sehr subtilen Methoden) zu einer Verhaltensweise bringen zu wollen (sprich Manipulation eines Menschen), halte ich indes für gewaltvoll. Es widerspricht in meinen Augen dem Selbstbestimmungsrecht des Menschen (Erziehung setzt auf Fremdbestimmung) und damit voll und ganz dem Menschenrecht auf Freiheit.

 

Aber wieso ist die Annahme, Kinder müssten erzogen werden so weit verbreitet?

Ich glaube, dass Erziehung oft mit Lernen verwechselt wird. Kinder sind lernbedürftig, nicht erziehungsbedürftig. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich der Erwachsene über das Kind erheben und über dieses bestimmen darf. Lernen ist indes ein eigenaktiver Prozess und kann nicht ver- aber behindert werden. Dahingegen setzt Erziehung – wie oben bereits angedeutet – auf Fremdbestimmung.
Die Annahme Kinder müssten erzogen werden, beruht auf Glaubenssätzen der eigenen Kindheit, auf Angst (was wird aus meinem Kind, wenn ich es bei Fehlverhalten nicht strafe, nicht einmal schimpfe und nicht mal „sage wo es lang geht“?), die Aufrechterhaltung dieser Annahme verhindert sich mit altem Schmerz (Was wäre wenn die ein oder andere Strafe, die wir als Kind erfahren haben, gar nicht so nötig gewesen wäre?) und traumatischen Kindheitserlebnissen auseinander setzen zu „müssen“.

 

Was brauchen Kinder meiner Meinung nach statt dessen? 

Kinder brauchen ein Umfeld, in dem sie lernen können. Sie brauchen Erwachsene, die authentisch sind, die sie begleiten, ihnen zugewandt sind und ihnen vertrauen. Sie brauchen verlässliche, gleichwürdige Beziehungen und Menschen, die sie annehmen, genau so wie sie sind. Sie brauchen Erwachsene, die Verantwortung übernehmen (und ganz im besonderen auch für sich selbst), ihre Bedürfnisse ernst nehmen, sie erfüllen und die Verantwortung nicht dem Kind aufbürden.
Es geht dann nicht mehr darum, dem Kind gewisse Dinge zu erlauben oder zu verbieten. Es geht darum, Lösungen zu finden, die die eigenen Bedürfnisse UND die des Kindes abdecken. In dieser Beziehung sind Eltern und Kinder gleichberechtigt. In dieser Art von Beziehung ERLEBT das Kind Werte wie Toleranz, Gleichberechtigung, Verbindung, Vertrauen, indem sie von den Eltern gelebt werden und nicht, weil sie versucht werden dem Kind durch Erziehung aufzuzwingen.

„Ein flächendeckender Verzicht auf Erziehung würde sicher nicht ohne Auswirkung auf die Gesellschaft bleiben. Wir nehmen an, dass die Gewaltbereitschaft abnimmt, denn Menschen die Gleichberechtigung erleben, werden vermutlich auch die Rechte und Freiheiten anderer zu schätzen wissen. Die bisher in Machtkämpfen gebundene Energie würde frei werden für schönere Dinge und das Lösen bisher vernachlässigter Probleme.“ (Krätzä)

Eure Verena

 

 

Weiterführende Literatur zum Thema:

Krätzä: Erziehung ist gemein

Elternmorphose (Aida): Ich erziehe meine Kinder nicht! – warum auch du auf Erziehung verzichten solltest

Unverbogen Kind sein (beziehungsorientiert, selbstbestimmt und wunderbar): Ohne Erziehung leben: Von Tyrannenkindern, Vorurteilen und familiären Werten 

Der Kompass (Video): Warum nicht erziehen: Teil 1 Philosophische Perspektiven

Der Kompass (Video): „und wie werden die Kinder sozial?!“ – über die Soziologie der Antipädagogik 

6 Kommentare zu „Warum ich Erziehung für gemein halte

    1. Vielen lieben Dank für deinen Kommentar ❤. Ich finde mich nicht mutig. Ich würde es eher als logisch bezeichnen. Hmm okay und vielleicht würde ich sagen, dass ich Vertrauen habe. In mich selbst und in mein Kind.

      Der Rest basiert mMn auf Wissenschaft der letzten Jahrzehnte.

      Da hab ich gleich große Lust darauf dazu auch noch mal zu schreiben :). Solange kann ich dich hierauf verweisen, wenn du Lust auf mehr Infos hast. ❤

      https://derkompass.org/2017/01/04/hoert-mit-dem-erziehen-auf-5-wissenschaftliche-beweise-gegen-erziehung/

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    1. Ich schreibe hier über meine Werte. Und für mich ist Erziehung gleichbedeutend mit Verhaltensmanipulation und die lehne ich in jeglicher Hinsicht ab – und dies gilt für mich sowohl für kleine als auch für große Menschen.

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      1. Du lässt sie also bei Rot über die Straße laufen, weil es ja eine Einschränkung ist oder nicht gleichberechtigung wenn gerade jetzt ein Auto fährt. Eine komplexe Gesellschaft und Kommunikation hat Regeln. Ist, bleib stehen an der Ampel, Erziehung? Ist eine Wertschätzung durch ein Bitte und Danke eine Einschränkung der Entfaltung? Der Mensch ist ein soziales Wesen welches sich gegenüber den meisten Tieren dadurch auszeichnet von anderen zu lernen, in Gruppen zu arbeiten und zu agieren usw.. Im Gegensatz zu Tieren haben wir eine komplexe Sprache und können abstrakte Dinge damit übermitteln. Da muss nicht jedes mühselig selbst erfahren werden, jeder Fehler selbst gemacht. Wenn du deine Kinder also über diese, meist sinnvollen, Regeln informierst halte ich das nicht für Erziehung.
        Das der wegfall von Erziehung zu weniger Gewaltbereitschaft führt halte ich für ausgemachten Schwachsinn. Außerdem werden deine Kinder ja nicht in einer Infoblase groß, sondern werden auf andere Wilde deiner Gattung stoßen. Welchen Vorteil werden sie dann haben?
        Ich glaube persönlich nicht, dass Erziehung im klassischen Sinn funktioniert. Ich sehe da eher einen kooperativen Ansatz. Jeder wird erst einmal als Individuum anerkannt, mit seinen Erfahrungen usw.. Dann gibt es Angebote und man versucht gemeinsam ein Ziel zu erreichen.
        Dabei muss niemand seine Position aufgeben. Wenn ich als Vater am Straßenrand Halt sage, dann ist Halt und wird schon seinen Grund haben. Das unterdrückt Niemanden und muss nicht diskutiert werden. Wenn ich zum gefühlten tausenden Mal darauf hinweise, dass mit dem Rad die rechte Straßenseite benutzt wird, genau so nicht. Es ist also nicht das Ziel einen bestimmten Menschentyp zu erzeugen, sondern das Überleben zu ermöglichen. Wenn das Kinderzimmer noch nicht dran ist, dann eben nicht. Aber in der Küche bin ich nicht der Sklave eines Tyrannen der meint er muss sein Geschirr nicht abräumen. Letztlich wird aufgezeigt, warum etwas wie gemacht werden sollte. Es geht sowieso trotzdem genügend schief, das gehört auch dazu.

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  1. Ich danke dir für deine ausführliche Antwort. Ich freue mich über deine kritische Auseinandersetzung und deine Fragen. Ich lese bei dir Empörung heraus. Wie schon geschrieben ist es nicht mein Ziel zu verurteilen, sondern mich auszudrücken. Niemand MUSS mein Wertesystem teilen. Aber ich fühle mich mit Menschen verbunden die meine Werte teilen und den Weg mit mir gemeinsam gehen.

    Ich möchte gerne Bezug nehmen auf die Aspekte, die du angesprochen hast.

    Auf die Straße rennen: Nein. Ich würde mein Kind nicht auf die Straße rennen lassen. Genau so wie ich meinen Partner davon abhalten würde, würde ich natürlich auch meine Kinder schützen. Das fällt für mich unter den Aspekt schützende Gewalt. Darüber möchte ich demnächst schreiben. Ich halte meine Kinder also davon ab auf die Straße zu rennen und halte sie dafür u.U. auch gegen ihren Willen fest. Und dann übernehme ich dafür die Verantwortung. Wie gesagt, ich würde in dem Fall auch einen Erwachsenen festhalten.

    Es gibt viele Regeln an die meine Kinder und ich uns gern halten. Ich erwarte aber nicht blinden Gehorsam. Oft genug ist es sinnvoll Regeln zu hinterfragen und zu schauen, ob sie für alle passend sind oder dadurch grundlegende Bedürfnisse unerfüllt bleiben. Ein Korsett aus Regeln, die zwanghaft durchgesetzt werden, macht meiner Meinung nach krank und ist menschenunwürdig.
    Starre Regeln erschweren mir meiner Meinung nach das Leben.
    Ich erkläre meinen Kindern das Ampelsystem und welche Farben was bedeuten. Und dann leb ich es schlicht vor. Menschen lernen indem sie Erfahrungen machen und wie viele Erwachsene gehen bei rot über die Ampel… das Impulssystem meiner Kinder ist noch ewig lange nicht ausgereift. Es ist meine Verantwortung im Straßenverkehr auf sie zu achten und ich gebe diese Verantwortung nicht an sie ab, in dem ich schimpfe, strafe, lobe usw. Das Gehirn ist noch lange nicht ausgereift, das Kind verfügt noch lange nicht über ausreichend Impulskontrolle.

    Zum Thema Bitte und Danke mag ich auf den Blogbeitrag Wie heißt das Zauberwort verweisen. Ein Kind dazu zu zwingen Bitte und Danke zu sagen, führt nicht dazu, dass das Kind ab sofort dankbar ist. Es lernt nur, dass es okay ist, dass große Menschen kleine Menschen zu Dingen zwingen und ihre Macht zu missbrauchen. Ich bin dankbar, ich lebe meine Werte und biete meinen Kindern den Raum den sie brauchen um zu lernen. Meine Kinder sagen nicht zwanghaft danke, meine Kinder SIND dankbar und das können sie auch durch Freude zum Ausdruck bringen. Im übrigen sagen meine Kinder auch danke aber nicht weil ich sie dazu zwinge sondern weil sie es WOLLEN.

    „Der Mensch ist ein soziales Wesen welches sich gegenüber den meisten Tieren dadurch auszeichnet von anderen zu lernen, in Gruppen zu arbeiten und zu agieren usw.. Im Gegensatz zu Tieren haben wir eine komplexe Sprache und können abstrakte Dinge damit übermitteln“ Hier stimme ich dir voll und ganz zu. Und ich habe das Vertrauen darin, dass ich wichtig bin und mein Kind interessiert, was ich denke. Ich rede mit meinen Kindern und erkläre warum ich dieses oder jenes nicht tun würde und mir wird zugehört. Trotzdem kann mein Kind seine eigenen Erfahrungen machen und das was sich für mich falsch anfühlt, muss sich für mein Kind lange nicht falsch anfühlen.

    Meine Tochter ist im Kindergarten. Dort wird ohne Zwang gearbeitet. Meine Tochter ist in der Lage ihre Gefühle sehr klar zu differenzieren, zu benennen und weiß oft auch was sie gerade braucht. Mir wird bisher nur zurück gemeldet, dass sie äußerst selbstständig sei, sozial, selbstbewusst und kompetent. Ja ist sie. Ohne, dass ich das noch als Ziel vor Augen habe. Ich vertraue ihr und übernehme gleichzeitig Verantwortung für sie und mich. Im übrigen gebe ich mich damit gar nicht auf. Ganz und gar nicht. Im Gegenteil. Ich achte sehr auf mich, komm in die Eigenverantwortung und nehme meine Gefühle und Bedürfnisse sehr ernst, aber ich erfülle sie mir selbst.

    Zum Thema Erziehungsfreiheit senkt die Gewaltbereitschaft möchte ich zum einen auf den Blogartikel Was deine Wut dir sagen möchte hinweisen. Zum anderen: Ich glaube, wenn es mir passiert, dass ich schreie, dann nicht deshalb weil ich scheiße bin, sondern weil viele meiner Bedürfnisse grundlegend unerfüllt sind und dann braucht es nicht noch jemanden der mich straft, kritisiert, oder verachtet sondern jemanden, der Mitgefühl mit mir hat, mich in den Arm nimmt und mich fragt was ich gerade brauche. Und das kann ich mir auch selbst schenken. Selbiges schenke ich meinen Kindern. Auf diese Weise erfülle ich meine Bedürfnisse und die meiner Kinder und in dem Moment vertraue ich zutiefst darin, dass Menschen idR mit ihrem Sozialverhalten zur Gruppe beitragen wollen, in dem Moment wo der Mensch aggressiv wird und seine Wut destruktiv, schadet er mMn auch stets sich selbst. Das ist nicht GEWOLLT sondern ein Notprogramm des Gehirns. Erziehung trägt mMn nicht zur Bedürfniserfüllung bei.

    „Aber in der Küche bin ich nicht der Sklave eines Tyrannen der meint er muss sein Geschirr nicht abräumen. Letztlich wird aufgezeigt, warum etwas wie gemacht werden sollte.“

    Darüber bin ich tatsächlich erschrocken. Ich lese da große Verletzungen bei dir raus und das Gefühl von Ohnmacht. Aber wir sind gegenüber unseren Kindern nie hilf- und machtlos (über Macht in Eltern-Kind-Beziehungen habe ich auch geschrieben). Ich sehe in meinen Kindern keine Tyrannen, die nur darauf aus sind mich zu erniedrigen und zu unterdrücken. Und ich habe wirklich Mitgefühl mit dir, dass du so denkst und dich entsprechend ausdrückt. Es gibt Momente da denk ich auch: Ey HALLO? Muss ich hier alles allein machen? Das sind die Momente, in denen ich in die Opferrolle falle. Ich bin dann ganz arg gut zu mir, sorge für mich selbst und tue mir was Gutes. Aber dazu müssen sich meine Kinder nicht anders verhalten. Sie müssen nicht anders sein DAMIT es mir besser geht. Und schließlich: Ich habe kein Ziel vor Augen. Genau das sorgt dafür, dass ich mich verschließe für Beziehung. Ich kommuniziere wie ich mich fühle und was ich brauche und ich höre meinem Kind zu und nehme es ernst. Dann finden wir gemeinsam zusammen. Aber ohne das irgendwer irgendetwas MUSS.

    Insgesamt ist es für mich wichtig zwischen den Begriffen Erziehung, Sozialisation und Lernen zu differenzieren. Und schützende Gewalt mit zu denken.

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